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Weniger Umsätze wegen mehr Arbeitslosigkeit?

Allein in Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der Arbeitslosen enorm, der Frühjahrsaufschwung bleibt aus. Seit vierzig Jahren ist die Arbeitslosenzahl in NRW von Februar auf März gestiegen. Der allseits so gewohnte Frühjahrsaufschwung wird damit durch die Wirtschafts- und Finanzkrise zunichte gemacht. Die Zahl der Arbeitslosen stieg auf beinahe 807 tausend. Auch die Kurzarbeit macht sich zusätzlich negativ auf das wirkliche Ausmaß an Arbeitsplatzverlusten bemerkbar. Im März war von mehr als 4.400 Betrieben für 123.260 Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet und Leistungen beantragt worden. Zwar ist durch Kurzarbeit eine gewisse Sicherung von Arbeitsplätzen möglich. Und diese Arbeitnehmer trifft die Einkommenskürzung im Gegensatz zur vollen Arbeitslosigkeit nicht ganz so hart. Aber auch hier müssen die Leute erheblich zurückstecken. Denn mit regelmäßigen Einkünften aus Erwerbstätigkeit hat man sich einen gewissen Lebensstandard aufgebaut. Mit Zuschüssen aus Kurzarbeit oder gar vollständigen Leistungen zum Lebensunterhalt aus der Arbeitslosenversicherung sind erhebliche Einschränkungen zu verkraften. Das macht sich dann natürlich auch im Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Touristikbranche bemerkbar. Denn geringere Einkünfte bedeuten auch, dass weniger, vor allem aber bewusster eingekauft wird, die Leute gehen seltener oder gar nicht mehr Essen, und ein Urlaub mit Hotelübernachtungen und vielen Services wird schon eh auf die lange Bank geschoben. Vor einigen Wochen habe ich bei einem Lebensmitteldiscounter gesehen, dass dort ein neues angeschafft wurde. Die Mitarbeiterinnen sind durchaus zufrieden mit der Bedienerfreundlichkeit der POS-Kassen, an denen sie die Einkäufe der Kunden registrieren und kassieren. Die Kassensoftware übernimmt die Aufsummierung und greift zur Belegerstellung auf Informationen in einer Datenbank zu. Das war natürlich beim vorherigen auch schon so. Das neue nun ist, dass auch für den Kunden ein recht großes Display zur Verfügung steht, auf dem die Artikelbezeichnung, die Menge und der dazugehörige Preis erkennbar sind. Auch eine jeweilige Zwischensumme wird dargestellt, ebenso natürlich der zu zahlende Endbetrag. Eine wird natürlich auch in allen anderen Einzelhandelsgeschäften benötigt. Wer in jüngster Vergangenheit den Mut hatte, in eine neue Registrierkasse oder eine neue Netzwerkkasse zu investieren, kann aber trotz der Krise und steigenden Arbeitslosenzahlen seinen Mut ausgezahlt bekommen. Denn ein modernes erleichtert viele Arbeitsabläufe ungemein. Im Einzelhandel kann in der Kassensoftware eine Datenbank mit allen geführten Artikeln erstellt werden, worüber Bestellungen, Wareneingänge und Verkäufe zu einem ständig aktuellen Warenbestand gezählt werden. Für regelmäßige Inventuren sind das gute Grundlagen, womit Verluste ermittelt werden können. Mit mobilen Scannern können zu bestellende Waren eingelesen und die Bestellmengen manuell im nachgetragen werden. In der Kassensoftware hinterlegte Bestellformulare werden so (teil-) automatisch ausgefüllt und können online versendet werden. Branchenübergreifend kann mit modernen , Kassensystemen und Netzwerkkassen auch die Arbeitszeiterfassung der Mitarbeiter gehandhabt werden, die Arbeitszeitkonten sind im Betrieb und auch von der Geschäftsleitung aus zu sehen. Durch diese vielen Möglichkeiten, mit einer modernen Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Geld einzusparen, kann es so manchem Einzelhändler durchaus gelingen, trotz zurückgehender Umsätze die derzeitige Talfahrt der Wirtschaft zu überstehen.

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